Warum eine Ärztin die Klinik verließ: Das Mikrobiom als Schlüssel zur mentalen Gesundheit
Wenn Krankenhausessen krank macht – und 90% deines Glückshormons im Darm produziert wird
Der Moment der Entscheidung
Vanessa war Ärztin in der Kinderpsychiatrie. Ein sicheres Gehalt. Ein sicheres Angestelltenverhältnis. Alles, was man sich wünscht – auf dem Papier.
Doch dann kam der Moment, wo sie nicht mehr zusehen konnte.
"Wir sind im Krankenhaus, auf der Akutstation haben wir sehr, sehr schwere Fälle. Und wenn ich dann das Krankenhausessen angucke, fällt es mir schwer, das zu unterstützen."
Die Kinder kämpfen bereits mit schwierigen Lebensphasen, psychischen Problemen, sozialen Herausforderungen – und bekommen dann nicht den Support von Ernährung, der eigentlich möglich wäre.
"Ich wollte sie auf Basis von Nährstoffen ordentlich aufstellen und dort Unterstützung geben. Aber wir hatten in der Klinik einfach begrenzte Möglichkeiten."
Vor wenigen Wochen verließ Vanessa die Klinik. Nicht aus Resignation, sondern aus Überzeugung.
"Ich will keine Kompromisse machen, wenn ich Patienten behandle oder Menschen behandle. Ich will das ganze System sehen – und ja, auch natürlich psychische Probleme behandeln, aber eben auch den Körper mitnehmen. Ernährung mitnehmen. Ernährung kann so ein Baustein sein. Das ist einfach unglaublich."
Das Problem: Eindimensionale Gesundheit
"Mir ist es schon mein ganzes Ärztedasein schwergefallen, Gesundheit eindimensional zu sehen", erzählt Vanessa. "Dass man nur den Körper anguckt, Symptome sieht – und dann wirft man ein paar Schmerzpillen rein und denkt, das Problem hat sich gelöst. Es ist eigentlich nur betäubt."
In der Kinderpsychiatrie wurde ihr das noch deutlicher:
"Viele psychosomatische Symptome entstehen, wo vielleicht keine somatische Ursache ist – also körperlich nachweisbar. Viel hängt mit der Psyche zusammen. Und wir behandeln oft nur die Psyche, aber der Körper ist ja auch ein Teil davon."
Der Paradigmenwechsel: Nicht Körper ODER Psyche – sondern Körper UND Psyche. Und mittendrin: das Mikrobiom.
Das Mikrobiom: Dein zweites Immunsystem
"Das Mikrobiom wiegt fast 1 bis 2 Kilo und ist wie ein kleines Ökosystem in unserem Körper", erklärt Vanessa. "Man kann es fast mit einem Wald vergleichen."
Der Wald-Vergleich
Im Wald gibt es viele verschiedene Bäume, Pilze, Viren und sonstiges. Je vielfältiger der Wald, desto gesünder das Ökosystem.
Genauso beim Mikrobiom:
Je vielfältiger dein Mikrobiom, desto gesünder bist du. Was passiert bei einem nicht-diversen Mikrobiom?
Die Studien sind eindeutig. Ein nicht-diverses Mikrobiom wird assoziiert mit:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen
-
Darmerkrankungen
- Depressionen und Angststörungen
- Hauterkrankungen
- Chronischen Entzündungen
- Und die Liste geht weiter
"Ich sehe das Mikrobiom mittlerweile als eines der essentiellsten Themengebiete, die in der Behandlung von Patienten berücksichtigt werden müssen. Ich sehe da keinen Weg drum herum."
Wo steht die westliche Medizin?
"Da sind wir oft noch nicht so weit. Ich hoffe, das kommt noch."
Vanessas Haltung: Nicht warten, bis die Studien da sind – jetzt handeln.
Die American Gut Study: 30 Pflanzenarten pro Woche
Eine der größten Mikrobiom-Studien der Welt – die American Gut Study – hat etwas Faszinierendes herausgefunden:
Menschen, die mehr als 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche essen, haben ein viel, viel diverseres Mikrobiom und sind dadurch geschützter vor Krankheiten.
Im Vergleich zu Menschen, die nur 10 Pflanzenarten pro Woche konsumieren.
Wo healmeal ins Spiel kommt
"healmeal ist im Grunde eine mediterrane Ernährung, wo viele Ballaststoffe geliefert werden und viele verschiedene Gemüsesorten."
Wenn du die ersten fünf healmeal-Sorten rotierst, konsumierst du über 30 verschiedene Pflanzen pro Woche – in perfekter Harmonie mit der American Gut Study.
Das bedeutet:
- Ein diverseres Mikrobiom
- Schutz vor chronischen Erkrankungen
- Bessere mentale Gesundheit
- Mehr Energie
Der Darm-Hirn-Zusammenhang: 90% deines Serotonins wird im Darm produziert
Hier wird es richtig spannend.
"Wenn wir uns gesund ernähren und zum Beispiel mediterran ernähren, reichern wir eine Diversität an in unserem Mikrobiom – aber auch die gesundheitsfördernden Bakterien."
Was passiert dann?
Diese Bakterien sorgen dafür, dass beim Abbau von Ballaststoffen ein Nebenprodukt entsteht: kurzkettige Fettsäuren, zum Beispiel Butyrat.
Und Butyrat ist indirekt für 90% der Serotonin-Herstellung zuständig. Serotonin = das Glückshormon. "Serotonin ist bekannterweise extrem mit Depressionen verbunden." Das bedeutet: Dein Darm produziert 90% deines Glücks.
Nicht dein Gehirn. Dein Darm.
Warum lernen Ärzte das nicht?
"In meinem Studium haben sie es nur als Zusatzcurriculum mal gehabt – und das war nicht verpflichtend. Kaum ein Teil davon. Und das war schon eine fortschrittliche Uni."
Die Ironie: Die Uni war "mega" – aber Ernährung war nicht das Thema.
"Es kommen immer mehr Studien, aber es braucht randomisierte Studien, bis das in die Behandlungstherapien eingebunden wird. Ich glaube, dass viele sich trotzdem dafür entscheiden, weil sie den großen Nutzen sehen."
Vanessas Entscheidung: Nicht warten. Jetzt handeln. Präventiv für sich und andere.
"Ich kann zugucken, bis die Studien da sind – oder ich kann es jetzt schon machen und präventiv etwas für mich tun oder für meine Mitmenschen."
Die Realität im Krankenhaus: Schichtbetrieb & Schokopudding
Vanessa hat es selbst erlebt:
"In der Klinik sind wir am Stunden drehen. Hier Dienst, da Dienst. Man hat einfach nicht immer Zeit, Essen vorzubereiten – und dann greift man halt auch dreimal zum Kuchen und denkt: Ich will das eigentlich nicht, aber was soll ich machen? Ich muss gerade überleben."
Ihre ehrliche Aussage: "Ich hätte healmeal gerne letztes Jahr bereits gehabt." Nicht nur für Patienten – für alle
"Ich hätte es am liebsten für alle."
- Für Patienten, die im Krankenhaus mit Schokopudding "gesund" werden sollen – ein Glucose-Spike nach dem anderen.
- Für Ärzte und Pflegekräfte, die bis 21 oder 22 Uhr arbeiten und keine Zeit haben, gesund zu essen.
- Für alle, die zwischen Überleben und Leben wählen müssen – und eine gesunde Option brauchen, die schnell und unkompliziert ist.
Praktische Tipps von Vanessa
1. 30 verschiedene Pflanzenarten pro Woche
"Das ist schon relativ viel, aber sich dazu zu besinnen hilft schon."
2. Viel (gutes) Wasser trinken
"Das wird manchmal unterschätzt, wenn etwas passiert, wenn man zu wenig trinkt." Wichtig: Hydration = Mineralisierung.
Bei healmeal kochen wir mit remineralisiertem Osmosewasser – keine Schwermetalle, keine Pestizide, kein Mikroplastik.
3. Nach Antibiotika: Mikrobiom wieder aufbauen
"Eine Antibiotikakur ist manchmal notwendig, und Gott sei Dank haben wir Antibiotika. Aber es tötet die schlechten Bakterien – und auch die guten."
Nach Antibiotika:
- Besonders auf Ernährung achten
- Probiotika in Erwägung ziehen
- Mit guter Ernährung das Mikrobiom wieder aufbauen
4. 30-50 Mal kauen Langsam essen, gut kauen – dein Verdauungssystem dankt es dir.
Der wichtigste Rat für schwere Zeiten
"Wenn ihr an irgendetwas leidet, ist es nicht einfach, immer den richtigen Weg zu finden. Es ist total wichtig, Hilfe zu suchen – aber nicht nur von einem Aspekt zu gucken."
Vanessas Beispiel: Depression.
"Es ist gut, eine Therapie zu haben. Aber schaut auch, dass ihr euch auf andere Art und Weise etwas Gutes tut. Auch wenn man in dem Moment vielleicht keine Lust hat, was Gesundes zu essen oder Zeit für sich selbst zu nehmen."
Ihr wichtigster Punkt:
"Wenn ihr in dem Moment auch was Gesundes esst, dann gebt ihr euch damit Nährstoffe, um euch automatisch ein bisschen besser zu fühlen – auch wenn das Grundproblem vielleicht nicht immer gelöst ist."
"In Momenten, wo es euch nicht gut geht und ihr euch nicht danach fühlt, überlegt einfach nochmal, ob ihr vielleicht doch eine gesündere Wahl wählt – für euch selbst, weil ihr es euch wert seid."
Warum healmeal mehr ist als Essen
Vanessa fasst es perfekt zusammen:
Die Bestandteile:
- Hochwertiges Olivenöl
- Ballaststoffe
- Verschiedene Pflanzenarten
- Remineralisiertes Osmosewasser
Die Realität:
- Schnell lieferbar
- Für Menschen, die Stunden drehen
- Für Klinikpersonal, das überleben muss
- Für alle, die keine Zeit haben – aber trotzdem keine Kompromisse machen wollen
"Ich hätte das gerne letztes Jahr gehabt. Ich finde es cool, dass healmeal diese Möglichkeit jetzt bietet – auch für Kollegen, die noch in der Klinik arbeiten, aber auch für viele andere, die bis 21, 22 Uhr arbeiten."
Was Vanessa uns lehrt:
-
Gesundheit ist nicht eindimensional – Körper und Psyche gehören zusammen
-
Das Mikrobiom ist essentiell – 1-2 Kilo, die dein Leben verändern können
-
90% deines Serotonins kommen aus dem Darm – Glück ist buchstäblich Bauchsache
-
30 Pflanzenarten pro Woche – der Goldstandard für ein diverses Mikrobiom
-
Ernährung ist Medizin – auch wenn das Medizinstudium es (noch) nicht lehrt
-
Du bist es dir wert – auch in schweren Zeiten eine gesunde Wahl zu treffen
-
Warte nicht auf perfekte Studien – handle jetzt, präventiv, für dich
Die wichtigste Frage bleibt: Bist du es dir wert, dir etwas Gutes zu tun – auch wenn du dich gerade nicht danach fühlst?
Vanessa ist Ärztin mit Schwerpunkt auf ganzheitliche Medizin. Nach Jahren in der Kinderpsychiatrie verließ sie die Klinik, um einen holistischen Ansatz zu verfolgen, der Körper, Psyche und Ernährung als Einheit sieht. Ihre Mission: Menschen zeigen, dass Ernährung ein essentieller Baustein der Gesundheit ist – körperlich und mental.
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